Die Kaffeeproduktion
Die Produktion von trinkfertigem Kaffee gestaltet sich je nach Sorte unterschiedlich.

Nachdem die reifen Kaffeefrüchte geerntet wurden, müssen die enthaltenen Kaffeebohnen von der Fruchthaut, dem Pergamenthäutchen und dem Silberhäutchen befreit werden. Hierfür stehen je nach Kaffeesorte zwei unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Man unterscheidet hierbei zwischen der Trocken- und der Nassmethode. Bei der Trockenaufbereitung werden die Kaffeefrüchte vor dem Entfernen der für die Kaffeeproduktion unerwünschten Fruchtteile ca. drei bis fünf Wochen lang getrocknet. Weisen die Früchte eine ausreichende Trockenheit auf, werden die Fruchthaut und das Fruchtfleisch auf mechanischem Wege abgeschält.
Die Nassaufbereitung wird zumeist direkt nach der Ernte der Früchte durchgeführt. Hierbei werden die Kaffeefrüchte zunächst gewaschen und vorsortiert. Im Anschluss werden die Fruchthaut und das Fruchtfleisch mithilfe einer speziellen Maschine, dem Pulper, durch Quetschen der Früchte, von diesen entfernt. Nach diesem Arbeitsschritt werden die Kaffeebohnen in Fermentationsbehältern zum Gären eingelagert. Nach etwa 12 Stunden Gärzeit werden die Kaffeebohnen gewaschen und zum trocknen ausgebreitet. Der Trockenvorgang wird so lange fortgesetzt, bis die Kaffeebohnen noch lediglich einen Wassergehalt von ca. 12% aufweisen.
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Nach der Aufbereitung und Trocknung der Kaffeebohnen folgt das Rösten.
Das Rösten ist ein sehr wichtiger Arbeitsschritt bei der Kaffeeproduktion. Hierbei sind vor allem zwei Kriterien für den endgültigen Geschmack des Kaffees verantwortlich: die Röstdauer und die Rösttemperatur. Je schneller und heißer der Kaffee geröstet wird, desto mehr Bitterstoffe bilden sich. Beispielsweise schmeckt ein Kaffee, welcher für zwei bis drei Minuten bei 500° C geröstet wurde, erheblich bitterer und kräftiger, als ein Kaffee, der für 18 – 20 Minuten bei ca. 200 ° C geröstet wurde.

